Kloster Schäftlarn, Generalsanierung

Auftraggeber
Benediktinerabtei Schäftlarn KdöR
Leistungsumfang
Bestandserfassung, Schadenskartierung, Nachrechnungen des Bestands,
Baudynamische Beurteilung der Holzbalkendecken,
Tragwerksplanung Lph 1 - 8, HOAI
Projektbeteiligte
Architekten: Schnabel Architekten GmbH, Bad Kötzting
Projektsteuerung: EDR GmbH, München

Projektbeschreibung:

Die Anfänge des Kloster Schäftlarn liegen um 762 n. Chr. Das heutige Klostergebäude wurde unter Klosterbaumeister Antonio Viscardi von 1696 bis 1712 in drei Bauabschnitten um die damalige Klosterkirche neu errichtet. Ab 1733 wurde die gotische Klosterkirche durch einen Neubau nach den Plänen von Francois de Cuvilliés ersetzt. Die denkmalgeschützte Klosteranlage besteht aus vier Flügelbauten mit Eckrisaliten, welche zwei Innenhöfe und die Klosterkirche umschließen. Das Klostergebäude dient, neben der Nutzung durch den dort lebenden Benediktinerkonvent, als Schulgebäude für ein Gymnasium mit ca. 540 Schülerinnen und Schülern.
Die geplante Generalsanierung umfasst das komplette Klostergebäude mit Ausnahme der Klosterkirche. Es soll die Bausubstanz instandgesetzt und statische Mängel sowie die vorhandenen Defizite aus brandschutztechnischer Sicht behoben werden. Zudem ist eine umfassende Modernisierung in Hinblick auf die Barrierefreiheit und die Gebäudetechnik geplant. Als Grundlage für die Generalsanierung wurde von DR. SCHÜTZ INGENIEURE zunächst eine umfassende Bestands- und Schadenserfassung durchgeführt. Anschließend erfolgte eine Nachrechnung des Bestands an ausgewählten, repräsentativen Gebäudeteilen. Für die Nachrechnung der räumlichen Dachtragwerke über den Risaliten wurden diese mit Hilfe eines 3D-Laserscanners aufgenommen. Im Nachgang wurde aus diesen Aufnahmen ein dreidimensionales Stabtragwerk entwickelt. Da die vorhandenen Holzbalkendecken mit ihren großen Spannweiten (bis ca. 10 m) als schwingungsanfällig einzuschätzen sind und zu große Erschütterungen vor allem für die Verkehrssicherheit der vorhandenen Putzdecken bedenklich sind, wurden an ausgewählten Decken Erschütterungsmessungen durchgeführt und daraus die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen abgeleitet. Im Zuge der Entwurfsplanung werden 2020/2021 alle erforderlichen statischen Sanierungsmaßnahmen geplant und mit den restlichen Planungsbeteiligten zu einem umfassenden Entwurfskonzept zusammengefasst.

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Schwarz-weiß-Foto von zwei überlappenden Brückenbögen mit schneebedeckten Tannen darunter.